Akkordeonjahr 2026

Aus der Tradition heraus weitergedacht

13. Februar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Das Akkordeon gehört zur Volksmusik wie kaum ein anderes Instrument: als Begleiter von Tänzen, als Soloinstrument, als klangliches Fundament regionaler Stile. akkordeon.online begleitet diese Welt bereits seit mehreren Jahren. Das Akkordeonjahr 2026 nehmen Verlegerin Andrea Iven, die neue Redaktionsleiterin (und frühere akkordeon magazin-Chefredakteurin) Christina Bauer und ihr Redaktionsteam nun zum Anlass, Bestehendes neu zu präsentieren und das bis 2022 erschienene akkordeon magazin für eine gedruckte Jahresausgabe noch einmal aufzugreifen.

Interview: Roland Pongratz

Roland Pongratz: Andrea, akkordeon.online gibt es schon länger. Was verbindet das Projekt mit volksmusikalischen Themen?

Andrea Iven: Einiges. Viele Inhalte auf akkordeon.online haben ihren Ausgangspunkt in der Volksmusik: Spielweisen, regionale Stile, Tanzmusik, Handwerk. Uns war immer wichtig, diese Ursprünge und Zusammenhänge sichtbar zu machen, nicht als Museum, sondern als lebendigen Teil der Musikszene.

Was eröffnet euch das Akkordeonjahr 2026 mit Blick auf Tradition und Volksmusik?

Es schafft Aufmerksamkeit und damit die Möglichkeit, genauer hinzuschauen. Uns interessiert, welche Traditionen das Akkordeon heute noch tragen und wie dieses Wissen weitergegeben wird: im Unterricht, im gemeinsamen Musizieren, in regionalen Stilen. Das Akkordeonjahr ist für uns ein Anlass, diese Fragen gesammelt aufzugreifen und sichtbar zu machen, nicht als Ausgangspunkt unserer Arbeit, sondern als Gelegenheit zur Erweiterung.

Cover akkordeon magazin 2026

Johanna Juhola (Foto: Promo)

Wie zeigt sich diese Perspektive konkret in den Inhalten?

Durch Szenenähe. Wir beschäftigen uns mit Spieltechniken, mit dem Verhältnis von Tanz und Musik, mit regionalen Schwerpunkten. Gleichzeitig interessieren uns Musiker, die aus der Volksmusik kommen und ihren eigenen Weg gefunden haben.

Warum zusätzlich eine gedruckte Jahresausgabe des akkordeon magazins?

Weil wir merken, dass viele sich bei all dem Digitalen wieder nach Papier sehnen. Ein Heft in der Hand zu haben, darin zu blättern, es abzulegen und wieder neu aufzuschlagen, das verändert den Blick auf die Inhalte. Die Jahresausgabe gibt Themen den Raum, den sie brauchen, ohne Taktung oder Klicklogik. Gerade für Leser, die sich intensiv mit Volksmusik beschäftigen, ist das eine Form von Aufmerksamkeit und Präsenz, die digital so nicht entsteht.

Was wünschst du dir vom Austausch mit der Volksmusikszene?

Rückmeldungen, Ergänzungen, Erfahrungswissen. Volksmusik lebt davon, dass sie gespielt, erzählt und weitergegeben wird. akkordeon.online und das Magazin verstehen wir als Teil dieses Gesamtgefüges. 

www.akkordeon.online

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